Die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Lindabrunn

Den Anstoß zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Lindabrunn gaben das Großfeuer zum Katharinen-Kirtag am 22.11.1880 und ein darauf folgendes „Tischgespräch“ im Gemeindegasthaus am 12.12.1880.

Schon im Februar 1881 standen 20 Freiwillige bereit; allerdings verzögerte sich der weitere Aufbau wegen Geldmangels. Zum ersten Hauptmann hatte man Anton Gratzer, Werkmeister im Willfort’schen Steinbruch gewählt. Dieser veranlaßte im Juni 1881 den Bau eines Requisitenhauses auf dem jetzigen Grundstück; er konnte bereits über 44 Wehrmänner verfügen.
Nachdem der Gemeinderat weiterhin unschlüssig blieb, erteilte die Bezirkshauptmannschaft Baden den strikten Auftrag, die Freiwillige Feuerwehr mit einer Feuerspritze auszurüsten. Widrigenfalls sollte die Anschaffung des nötigen Inventars von Amts wegen und auf Rechnung der Gemeinde erfolgen. Nun kam es endlich zur Bestellung eines Hydrophors (wahrscheinlich einer Fünf-Eimer-Spritze) bei der Firma Kernreuter in Wien, Preis: 1.000 Gulden, zahlbar in vier Jahresraten. Die Finanzierung des Hydrophors und des Zeughausbaues ermöglichten freiwillige Beiträge der Mitglieder und Gemeindebeihilfen. Vom Erlös eines Feuerwehrkränzchens konnten Uniformen und Schläuche angekauft werden.

1882 trat die FF dem Bezirksfeuerwehrverband bei und am 11.9.1887 fand in Lindabrunn bereits ein Bezirksfeuerwehrtag statt.

Am 22.4.1900 wurde um 800 Gulden bei der Firma Seitenreich in Ödenburg ein neuer Hydrophor bestellt. 300 Gulden steuerte die Freiwillige Feuerwehr bei, für den Rest bewilligte die Herstellerfirma sechs Jahresraten und tauschte sogar die alte Spritze ein. Feierliche Weihe am 28.7.1900 durch den Enzesfelder Pfarrer Mathias Sailer. Das Gerät dürfte dann wegen Platzmangels im Zeughaus, vorübergehend in der Wagenremise des Julienhofes deponiert gewesen sein.
In den folgenden Jahren bis zum 1. Weltkrieg und danach, bekam die Wehr verschiedene Ausrüstungsgegenstände, insbesondere Schlauchmaterial.

Mit Hilfe der Bevölkerung erbaute die Feuerwehr im Jahre 1928 einen Feuerlöschbehälter (Kosten S 16.000.-). Die erste Füllung fand Mitte April 1928 statt und dauerte 58 Stunden. Später nützte man das Reservoir auch als „Bad“ und noch heute trägt es diesen Namen. Für Feuerlöschzwecke stehen außerdem eine Unterflurzisterne und 25 Hydranten zur Verfügung, so dass in Lindabrunn bei Bränden eine maximale Wasserversorgung gewährleistet ist.

Im Jahre 1930 hielt die neuzeitliche Feuerlöschtechnik mit einer Benzin-Motorspritze im Lindabrunner Zeughaus ihren Einzug. Die Anschaffungskosten von S 6.000.- deckten Spenden und Subventionen.

1938 kam es, wie überall, zur Eingliederung der Wehr in die „Deutsche Feuerschutzpolizei“. Mit dem Zunehmen von Luftangriffen auf unsere engere Heimat erfolgte die Aufstellung einer „Luftschutztruppe“. Da wehrfähige Männer im Kriegsdienst standen, wurden zeitweise bis zu 17 Frauen bei der „Feuerwehr- und Luftschutztruppe“ dienstverpflichtet.
Das Feuerwehrkorps erhielt in diesen Jahren ein Aggregat, sowie große und kleine Handdruckspritzen. Etwa 200 Meter Schläuche gehörten nun zum Inventar.

In den Wirren des Kriegsendes 1945 und des folgenden Besatzungsregimes ging das Aggregat verloren. Man fand es später in den Enzesfelder Metallwerken und stellte es nach Lindabrunn zurück.

Doch erst 1946 bewilligte die Besatzungsmacht den Wiederaufbau der Freiwilligen Feuerwehr und es gelang endlich 1948 um den Betrag von S 4.600.- ein Feuerwehrauto (Type Dogde) zu erwerben und nach zweckentsprechendem Eigenumbau in den Dienst zu stellen.

1950 erfuhr das bereits 70 Jahre alte Zeughaus eine gründliche Renovierung. Der Feuerlöschteich wurde vertieft und neu betoniert, Kosten: S 60.000.-

1952 trat eine schwere Krise auf: Das Dodge-Einsatzfahrzeug machte infolge seines schlechten Zustandes auswärtige Einsätze unmöglich; die Pumpe war nicht auf dem Wagen montiert, ein rasches Eingreifen war also nicht gewährleistet. Da eine Abhilfe aus finanziellen Gründen kaum in Sicht war, glaubte ein Großteil der Feuerwehrmänner, dass ein Weiterbestand ihrer Vereinigung sinnlos sei; sie empfahlen deshalb seine Auflösung. Hauptmann Alois Kaiser, Bürgermeister Franz Seitz und dem energischen Eingreifen des Nö. Landesfeuerwehrkommandos war es zu danken, dass die Freiwillige Feuerwehr Lindabrunn weiter bestehen blieb.

In den Jahren 1966 und 1967 wurde das Feuerwehrhaus neu gebaut.

Zum 100. Bestandsjubiläum am 1.6.1980 betrug der Mannschaftsstand 30 Mitglieder. Die wichtigsten Inventarien waren: 1 Tanklöschfahrzeug Opel 2,9 t, 1 leichtes Löschfahrzeug Dodge WC 52, 1 elektrische Unterwasserpumpe, 1 Schubleiter 8 m, 600 m Schläuche, 2 Atemschutzgeräte, 2 Funkgeräte in den Fahrzeugen, sowie ein Handfunkgerät.

21 Jahre nach dem Feuerwehrhausbau, im Jahr 1987 wurde der Zubau Richtung Kirche errichtet.

1999 wurden neue Einsatzhelme angeschafft.

Im Jahre 2000, zum 120-jährigen Jubiläum beträgt der Mannschaftsstand 42 Mitglieder und umfasst folgende Ausrüstung: 1 Tanklöschfahrzeug 2000 Steyr 12S21Allrad (Bj. 1988), 1 Kleinlöschfahrzeug Mercedes 310 (Bj. 1992), 1 leichtes Löschfahrzeug Dodge WC 52 (Bj. 1941), 1 Einachsanhänger, 6 Atemschutzgeräte, 1.175 m Schläuche, 2 Unterwasserpumpen.
Im Herbst 2000 werden noch neue Schutzjacken für die Mannschaft angekauft.
Auch die moderne Technik hielt Einzug im Lindabrunner Zeughaus: im Dezember 2000 Ankauf einer EDV-Anlage

seit Jänner 2001 ist die FF auch im Internet vertreten und neue Schutzhandschuhe wurden angekauft.

Da das Zeughaus der FF bereits nicht mehr den derzeit gültigen Anforderungen entspricht (Platzprobleme, Mannschaftsumkleideräume in den Fahrzeuggaragen, keine Sanitärräume vorhanden, keine Wärmedämmung des Gebäudes), wurde bei der Jahreshauptversammlung im Jänner 2002 der Bürgermeister und die anwesenden Gemeinderäte auf diese Mißstände hingewiesen. Der Kommandant schlug daraufhin vor, im Jahr 2002 zu prüfen, ob ein Umbau des bestehenden Zeughauses möglich ist oder ob ein Neubau an einem anderen Standort erforderlich sei. Im Frühjahr 2003 soll dann ein Plan für den Umbau oder wenn nötig, für den Neubau erstellt werden. Im Herbst 2003 soll dann ein geeigneter Platz für einen eventuellen Neubau gesucht werden. Anfang des Jahres 2004 solle dann der Baubeginn sein. Bürgermeister Erich Fangl sagte dabei, er verstehe die Anliegen der FF und meinte zu den Vorschlägen des Kommandanten, das diese Planungsphase zeitlich gesehen sehr fair sei und dem Budget der Gemeinde entgegenkomme und er sich für eine Lösung einsetzen werde. Er führte weiter aus, das Seitens der Gemeinde ein Ausschuss gebildet werde (Gemeinde und Feuerwehr Lindabrunn), damit die Anforderungen an einen Um – oder Neubau erstellt werden.
Im Frühjahr 2002 wurden ein Druckbelüfter und ein Hydraulischer Rettungssatz, bestehend aus Spreitzer, Schere und Rettungszylinder, angekauft.

Im Jahr 2003 wurden neue Einsatzhosen für die Mannschaft angekauft und um für die immer öfter auftretenden Hochwassereinsätze gerüstet zu sein, wurden folgende Ausrüstungsgegenstände und Geräte angekauft: 3 Stk. Watthosen, 10 Paar Gummistiefel, 1 Tauchpumpe – MAST, 1 Schmutzwasserpumpe – BERGIN

2004 – Ankauf von neuen Einsatzschläuchen und neuer Einsatzstiefel für die Mannschaft, zum Kellerauspumpen eine Flachsaugpumpe – ATM, für die Bekämpfung von Wespennesten eine Imkerjacke – NEBILY, außerdem müssen 3 neue Atemschutzgeräte angeschafft werden (die alten Geräte dürfen ab 2005 nicht mehr verwendet werden)

Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 2005, wies der Kommandant, vor Bürgermeister Erich Fangl und anwesenden Gemeinderäten darauf hin, das außer ein paar Sitzungen des Ausschußes , einer Zeughausbesichtigung durch diesen und einigen Vorsprachen beim Bürgermeister in Sachen Feuerwehrhausbau, noch nichts geschehen ist. Nach damaligem Plan sollte eigentlich schon die Einweihung des jetzt neuen Zeughauses (bei diversen Sitzungen und Begehungen wurde festgestellt, das ein Umbau des bestehenden Zeughauses nicht sinnvoll sei) zum 125-jährigen Bestandsjubiläum gefeiert werden.
Seitens des Bausachverständigen des Nö-Landesfeuerwehrkommandos, der im Jänner 2005 das alte Zeughaus vor Ort besichtigt hatte, wurde festgestellt, das jetzige Zeughaus sei aufgrund seines Zustandes nur mehr als vorübergehende Notunterkunft geeignet und nur ein Neubau an einem anderen Standort käme in Frage.
Sogar der zuständige Nö-Landesrat für das Feuerwehrwesen Hr. Dipl. Ing. Josef PLANK, der die FF Lindabrunn im Februar 2005 besucht hatte, konnte sich vom schlechten Zustand des Zeughauses überzeugen.
Im Jahr 2005, zum 125-jährigen Bestandsjubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Lindabrunn, beträgt der Mannschaftsstand 44 Mitglieder und verfügt über folgende Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände :
1 TLFA 2000 – STEYR 12S21 (Bj. 1988) ROSENBAUER, 1 KLF MERCEDES – 310 (Bj. 1992) ROSENBAUER, 1 LF-B DODGE – WC 52 (Bj. 1941) umgebaut 1946 in Eigenregie, 1 Einachsanhänger – PONGRATZ, 1 Abschleppachse – TECHNIKA, 1 Druckbelüfter – ROSENBAUER, 3 Tauchpumpen – MAST, 1 Schmutzwasserpumpe – BERGIN, 1 Flachsaugpumpe – ATM, 6 Atemschutzgeräte – AUER und DRÄGER, 1.200 m Schläuche und 1 Hydraulischer Rettungssatz – WEBER, bestehend aus : 1 Hydraulikaggregat, 1 Spreitzer , 1 Schere und 1 Rettungszylinder.
Anläßlich des 3-tägigen Zeltfestes zum 125-jährigen Bestandsjubiläum der FF Lindabrunn, wurde am 14. August 2005 der Abschnittsfeuerwehrtag des Feuerwehrabschnittes Pottenstein, in Lindabrunn durchgeführt. Zahlreiche Feuerwehrkameraden des gesamten Abschnittes Pottenstein und Ehrengäste konnten dabei begrüßt werden. Unter den Ehrengästen waren unter anderem der Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Ofner, der Leiter des Verwaltungsdienstes im Bezirk VI Fraihsl, der Abschnittskommandant des Abschnittes Pottenstein BR Bertel, der Abschnittskommandantstellvertreter ABI Stängl, der Bürgermeister der Gemeinde Enzesfeld-Lindabrunn Erich Fangl, der Ortsvorsteher des Ortsteiles Lindabrunn EOBI Franz Schneider und einige Vertreter des Gemeinderates von Enzesfeld-Lindabrunn. Im Anschluss an die Festreden wurden dabei viele verdiente Feuerwehrkameraden des Feuerwehrabschnittes Pottenstein ausgezeichnet.

Am 17. Juni 2006 führte die FF Lindabrunn die Feuerwehrleistungsbewerbe des Abschnittsfeuerkommandos Pottenstein durch.
Die Geschäftsleitung der Sportschule Lindabrunn stellte dazu das komplette Areal kostenlos zur Verfügung, wobei dadurch Bewerbe durchgeführt werden konnten (Staffellauf auf einer markierten Laufbahn, Bewerbsplatz auf bestens gepflegtem Sportplatzrasen, Siegerehrung und Defilierung auf einem Sportplatz mit Tribühne) die sonst nur bei den Landesbewerben organisiert werden können. Gleichzeitig konnte das Sommernachtsfest der FF Lindabrunn in der Sportschule Lindabrunn durchgeführt werden.
Bei den Bewerben traten 30 Gruppen aus dem Feuerwehrabschnitt Pottenstein, sowie 28 Gruppen aus anderen Feuerwehrabschnitten aus dem Bezirk Baden und Wr. Neustadt, an.
Bei der Siegerehrung konnte Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Bertel, Feuerwehrfunktionäre aus dem Bezirk Baden – unter anderem Bezirkskommandant OBR Ofner, Politiker des Landes NÖ – NRAbg. Kainz und LAbg. Gartner, Vertreter der BH Baden, die Vizebürgermeisterin der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn und Ortsvorsteher des Ortsteiles Lindabrunn EOBI GGF Franz Schneider, in Vertretung der Geschäftsleitung der Sportschule Lindabrunn – Hr. Fohringer und eine Abordnung unserer Kameraden der Partnerfeuerwehr Dachau in Bayern unter der Leitung von KBR Rudi Reimoser, recht herzlich begrüßen.
Nach der Siegerehrung wurden von der Partnerfeuerwehr Dachau – 2 Ehrungen durchgeführt: Hr. Oskar Kammla (ehemaliges Mitglied der FF Lindabrunn) und EOBI Franz Schneider erhielten eine Ehrenmedaille des Bayerischen Landesfeuerwehrverbandes für Internationale Feuerwehrkameradschaft. Vor über 25 Jahren waren Sie maßgeblich daran beteiligt, das die Partnerschaft zwischen den beiden Feuerwehren zustande gekommen war.

Alljährlich zur Volksfestzeit, besuchen Angehörige der Feuerwehr Lindabrunn ihre Kameraden in Dachau, um mit ihnen einige Stunden in geselliger Runde auf dem Volksfest zu verbringen. Bei dem Besuch im August 2007, wurden wir von unserer Partnerfeuerwehr Dachau eingeladen, bei Ihnen mit einer Gruppe die Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ abzulegen.

Für eine besondere Überraschung sorgte die Abordnung der Feuerwehr Lindabrunn am 30. Mai 2008, die Kreisbrandrat Rudi Reimoser anläßlich seines 60. Geburtstages in Dachau besuchte.   Er wurde mit der Feuerwehrmedaille in Silber des Landesfeuerwehrverbandes Niederösterreich ausgezeichnet. Zudem brachten wir unseren Dodge mit, mit welchem der Jubilar zu einer Stadtrundfahrt in Dachau eingeladen wurde.
Nach einer entsprechenden Vorbereitung, traten am 16.8.2008, Lindabrunner Feuerwehrkameraden in Dachau in Gruppenstärke an, um die Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ der Stufe I (Bronze) abzulegen.
Unter der Aufsicht des Schiedsrichterteams, bestehend aus Kreisbrandrat Rudi Reimoser, Kreisbrandinspektor Heinrich Schmalenberg und Kreisbrandmeister Stephan Hueber wurde dann die Prüfung unter folgenden Bedingungen durchgeführt:
• Knoten und Stiche nach Zeitvorgabe
• Verkehrsabsicherung
• Wasserentnahme aus dem Überflurhydranten
• Vornahme von drei Strahlrohren
• Kuppeln einer Saugleitung, bestehend aus vier Saugschläuchen
• Durchführen einer Trockensaugprobe
Nach der erfolgreichen Abnahme konnte das Schiedsrichterteam den Teilnehmern die herzlichsten Glückwünsche aussprechen und ihnen die Leistungsabzeichen überreichen.
Die Teilnehmenden Feuerwehrkameraden waren:
OBI Thomas Stockreiter, BI Christian Kopp, V Alfred Kopp, LM Gottfried Wöhrer, LM Stefan Rappold, LM Florian Stockreiter, SB Christoph Rappold, FM Matthias Rappold und FM Jennifer Kopp.

Anlässlich des Sommernachtsfestes der FF Lindabrunn, im Juni 2009, besuchte uns auch eine Abordnung unserer Partnerfeuerwehr FF Dachau/Bayern, in Lindabrunn.
Dabei durften wir auch die NÖ-Landesrätin Fr. Mag Karin Scheele, BGM Erich Fangl, Ortsvorsteher GGR EOBI Franz Schneider und Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Johann Bertel, dabei begrüßen.
Dabei wurden von KBR Rudi Reimoser folgende Kameraden der FF Lindabrunn für ihre Verdienste um die jahrelange Partnerschaft beider Feuerwehren mit der Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Bayern ausgezeichnet – Löschmeister Rudolf Freyhammer und Hauptlöschmeister Franz Wöhrer.
Nach einer kurzen Rede von Kreisbrandrat Rudi Reimoser, konnten drei Krüge des Landkreises Dachau an Bürgermeister Erich Fangl, Brandrat Johann Bertel und Löschmeister Josef Wöhrer übergeben werden. Bürgermeister Erich Fangl überreichte noch ein Ehrengeschenk der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn.
Im Dezember 2009 wurde ein neuer Stromerzeuger der Marke Rosenbauer, mit finanzieller Unterstützung der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn und aus Eigenmitteln der FF Lindabrunn, angekauft. Dies wurde notwendig, da der alte Stromerzeuger die erforderliche Leistung der verwendeten elektrischen Einsatzgeräte nicht mehr erbringen konnte.

Anläßlich des 130 jährigen Bestandsjubiläums der FF Lindabrunn, veranstaltete die Feuerwehr von 25.6. – 27.6.2010, ein 3-tägiges Zeltfest.
Am Programm standen unter anderem eine Party mit Radio HiTFM am Freitag, eine Kinderolympiade, ein Seifenkistenrennen am Samstag und am Sonntag eine Feldmesse mit dem Festakt zum 130 jährigen Bestandsjubiläum.
Zum Festakt konnten einige Ehrengäste begrüßt werden: in Vertretung für das Land NÖ LAbg. Helmut Doppler, von der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn BGM EOBI Franz Schneider und einige Gemeinderäte, seitens des BFKDO Baden Bezirkskommandantstellvertreter BR Alexander Wolf, vom AFKDO Pottenstein Abschnittskommandant BR Johann Bertel und eine Abordnung unserer Partnerfeuerwehr und der Kreisbrandinspektion Dachau aus Bayern, an der Spitze mit KBR Rudi Reimoser.
Von der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn wurden Kameraden für Ihre langjährige Diensttätigkeit bei der FF Lindabrunn, ausgezeichnet.
Nach der Messe und den Festreden übergab KBR Rudi Reimoser ein Festgeschenk anläßlich des Jubiläums an das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Lindabrunn und zeichnete anschließend Kommandant OBI Thomas Stockreiter und Kommandantstellvertreter BI Christian Kopp mit der Feuerwehr Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Bayern aus.
Krüge des Landkreises wurden von KBR Rudi Reimoser noch an BGM EOBI Franz Schneider und GGR Ing. Herbert Postl überreicht.
Das Kommando der FF Lindabrunn überreichte anschließend ebenfalls ein Erinnerungsgeschenk an die Kameraden aus Bayern.
Im Dezember 2010 wurde in einer Mitgliederversammlung beschlossen, im folgenden Jahr eine Feuerwehrjugend zu gründen, nachdem seitens der Bevölkerung schon mehrere Anfragen diesbezüglich gekommen waren.
Der Beschluß zu der Gründung der Feuerwehrjugend, fiel historisch gesehen genau mit dem Beschluß vor 130 Jahren zusammen, als sich die Bevölkerung zur Gründung einer Feuerwehr (12.12.1880) in Lindabrunn entschlossen hatte.

Am 5.März 2011 kam es schließlich nach langen Vorbereitungen zur Gründung der Feuerwehrjugend Lindabrunn, wobei ein Mitgliederstand von 8 Mitgliedern zu verzeichnen war.
Die Funktion des Jugendführers übernahm LM Jennifer Kopp.
Die Kommandanten der FF Hirtenberg, FF Enzesfeld und FF Lindabrunn beschlossen, die Ausbildung der 3 Feuerwehrjugendgruppen ab jetzt gemeinsam durchzuführen, wobei abwechselnd      in den jeweiligen Feuerwehren, die Ausbildung durchgeführt wird.
Aufgrund der Tatsache das die FF Lindabrunn kein Mannschaftstransportfahrzeug besaß, jedoch eines zum Transport der Feuerwehrjugendmitglieder zu den Ausbildungen dringend benötigte, wurde bei der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn um den Ankauf eines Mannschaftstransportfahrzeuges (MTF) angesucht.
Beim Sommernachtsfest im Juni 2011 wurde die Feuerwehrjugend Lindabrunn offiziell vorgestellt, wobei wir Fr. LAbg. Erika Adensamer in Vertretung des Landes NÖ, von der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn BGM EOBI Franz Schneider und einige Mitglieder des Gemeinderates der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn, vom AFKDO Pottenstein Abschnittskommandantstellvertreter ABI Gerald Lechner und dem Leiter des Verwaltungsdienstes VI Rudolf Hafellner und natürlich eine Abordnung unserer Kameraden von der Partnerfeuerwehr Dachau aus Bayern, begrüßen konnten.
Nach einem Gemeinderatsbeschluß im Herbst 2011, wurde der Ankauf des dringend benötigten Mannschaftstransportfahrzeuges (MTF) genehmigt.

Beim Sommernachtsfest im Juni 2012, konnte am Sonntag im Rahmen einer Feldmesse, das neue Mannschaftstransportfahrzeug (MTF), welches durch eine finanzielle Förderung des Landes NÖ, einer finanziellen Förderung der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn und aus Eigenmitteln der FF Lindabrunn, angekauft wurde, schließlich von Pfarrer Mag. Krzysztof Szczesny gesegnet werden. Die Fahrzeugpatenschaft für das neue MTF, übernahm Fr. Erika Wedl.
Mittlerweile war der Mitgliederstand der Feuerwehrjugend Lindabrunn auf 15 Mitglieder angestiegen, wobei sich dieser aus 3 Mädchen und 12 Burschen zusammensetzte.

Im Jahr 2013 begannen die Besprechungen und Planungen für das Vorhaben Feuerwehrhaus Neubau mit der Gemeindevertretung, im Besonderen mit BGM EOBI Franz Schneider und dem Vorsitzenden des Gemeinderatsausschusses für Bauwesen, Verkehr, Raumordnung und Finanzen GGR Ing. Herbert Haderer, nachdem der Gemeinderat einem Neubau zugestimmt hatte.

Nach langen Gesprächen und Planungsarbeiten, konnte mit der Gemeindevertretung im Juli 2014 der Plan des neuen Feuerwehrhauses, der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Das neue Feuerwehrhaus soll auf dem Gemeindeeigenen Grundstück, Hernsteinerstraße 85 (neben dem bestehenden Kindergarten Lindabrunn), errichtet werden. Der Spatenstich soll im    Herbst dieses Jahres stattfinden und der Baubeginn im Frühjahr 2015 erfolgen.
Am Sonntag, dem 21.9.2014, wurde nach der Einweihungsfeier des Erweiterten Kindergartens Lindabrunn, der Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus vorgenommen.
Bei dieser Feier nahm auch eine Abordnung unserer Dachauer Partnerfeuerwehr teil.
BGM EOBI Franz Schneider freute sich sehr, unter den Ehrengästen Bezirkshauptmann HR Dr. Heinz Zimper und unseren Landesrat Mag. Stephan Pernkopf begrüßen zu können.
BGM EOBI Franz Schneider bedankte sich beim Landesrat Dr. Pernkopf für die Unterstützung seitens des Landes NÖ, ohne die solche Investitionen nicht möglich wären. Das Land NÖ übernimmt anteilig Kosten für den Neubau des Feuerwehrhauses.
Daher nochmals ein herzliches Dankeschön an unseren Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, aber im Besonderen an unseren Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.

Nachdem bei dem Kleinlöschfahrzeug KLF Mercedes 310 im März 2015 festgestellt worden war, das es schwere technische Mängel aufwies und die Reparatur nicht mehr sinnvoll ist, bekamen  wir vom Land NÖ und der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn die Genehmigung für die Ersatzbeschaffung für dieses Einsatzfahrzeug bei der bestbietenden Firma Rosenbauer.
Im April 2015 war der Start zum Baubeginn des neuen Feuerwehrhauses.
Während der Bauphase wurde jeden Montag eine Baubesprechung mit den Vertretern der beteiligten Firmen vor Ort durchgeführt. Seitens der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn waren    GGR Ing. Herbert Haderer und GR Ing. Andreas Schneider dabei. Als Vertreter der FF Lindabrunn war Kommandantstellvertreter BI Christian Kopp anwesend.
Der Rohbau ging recht zügig voran und so konnten wir bereits am 20. August die Gleichenfeier begehen. Dabei konnten wir die am Bau beteiligten Firmen, BGM Franz Schneider, VZBGM Stefan Rabl und die Gemeinderäte der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn, recht herzlich willkommen heißen und uns bei allen für Ihre Leistungen bedanken.
Am 4. Dezember wurde uns das neue Einsatzfahrzeug HLFA 1-W, Mercedes-Benz Sprinter 516CDI 4×4, durch die Firma Rosenbauer in St. Pölten-Neidling übergeben. Die Kosten für dieses Fahrzeug betrugen rund € 156.000.-

Bereits Ende April 2016 konnten wir ins fast fertige Feuerwehrhaus übersiedeln.
Die bayrischen Kameraden bewiesen ihre Freundschaft während der Bauarbeiten, indem sie für ein Wochenende zum ehrenamtlichen Arbeitseinsatz bei den Aussenanlagen angereist kamen.
Bei der Florianifeier in Lindabrunn im Mai 2016, konnte am Sonntag im Rahmen einer Feldmesse, das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug HLFA 1-W, welches durch finanzielle Unterstützungen des Landes NÖ und der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn angekauft wurden, schließlich von Pfarrer Mag. Krzysztof Szczesny gesegnet werden.
Die Patenschaft für das neue Einsatzfahrzeug HLFA1-W übernahm Fr. Annemarie Schneider.
lm Zuge unseres Sommernachtsfestes im Juni, waren auch die Feuerwehrleistungsbewerbe des Abschnittes Pottenstein, am Samstag in Lindabrunn.
Es waren sehr schöne Leistungsbewerbe bei denen unsere lieben Freunde der Feuerwehr Dachau, als Gäste aus dem Ausland, angetreten sind. Sie bereiteten sich damit auf die bevorstehenden Landesleistungsbewerbe in Zistersdorf vor, bei der erstmals eine Gruppe in Österreich antrat. Wir haben sie bei der Vorbereitung auf diese beiden Bewerbe schon in Dachau bei Ihren Übungen dabei unterstützt.
Wir sind bei unserem Bewerb auch mit einer Gruppe als Unterabschnitt 1, mit einem Gemeindegrenzen übergreifenden Team, bestehend aus den Kommanden der Wehren Hirtenberg, Enzesfeld und Lindabrunn, angetreten.
Bei der am Sonntag stattfindenden Eröffnungsfeier, wurde im Rahmen einer ökumenischen Messe, das neue Feuerwehrhaus von den Pfarrern Krzysztof Szczesny und Otmar Knoll gesegnet. Diakon ELFR Alfred Ofner hielt eine Predigt.
Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Rudolf Hafellner gratulierte den Lindabrunner Kameraden zu dem neuen Gebäude.
Auch eine 23-köpfige Abordnung der seit Jahrzehnten befreundeten Feuerwehr Dachau (Bayern) feierte mit; allen voran Kreisbrandmeister Maximilian Reimoser sowie der ,,halbe Lindabrunner“ Ehrenkreisbrandrat Rudi Reimoser.
BGM EOBI Franz Schneider zeigte sich stolz und erleichtert, dass das Projekt trotz mancher negativen Prophezeihungen termingerecht fertiggestellt werden konnte. Von den rund € 1,1 Mio. Baukosten, wurden € 300.000,- vom Land NÖ beigesteuert. Das neue Haus umfasst auf etwa 600 m2 verbauter Fläche eine Garage für vier Autos, entsprechende Mannschafts- und Schulungsräume sowie einen eigenen Raum für die Jugendfeuerwehr.
Als Vertreter der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn wurde der Bürgermeister mit der Floriani-Plakette des NÖ-Landesfeuerwehrverbandes gewürdigt.
Unseren Feuerwehrkameraden aus Dachau überreichten wir eine Glastrophäe als Würdigung Ihrer langjährigen Freundschaft.
Eine große Überraschung hatten die Dachauer Kameraden noch bereit; EKBR Rudi Reimoser und KBM Maximilian Reimoser zeichneten Feuerwehrkommandantstellvertreter BI Christian Kopp für seine langjährigen Verdienste um diese Feuerwehrpartnerschaftspflege mit der Medaille für internationale Zusammenarbeit des Deutschen Feuerwehrverbandes aus.
Am Nachmittag machte der Kommandant der FF Lindabrunn OBI Thomas Stockreiter, seiner Romana einen wunderschönen Heiratsantrag den sie unter vielen Freudentränen, sehr gerne annahm.

Am Samstag, dem 27. Mai 2017 gaben sich unser Kommandant OBI Thomas Stockreiter und seine Romana das Ja-Wort. Die Hochzeit mit anschließender Agape fand bei herrlichem Sommerwetter bei der Winzerkapelle in Lindabrunn statt.
Anschließend wurde das Brautpaar beim Feuerwehrhaus von den Hochzeitsgästen erwartet und es gab das traditionelle Vorziehen.
Danach ging es gemeinsam, mit dem Brautpaar auf unserem Dodge an der Spitze, zur Tafel ins Landgasthaus Lindabrunn. Mit dabei waren auch die Kameraden unserer Partnerfeuerwehr Dachau samt Freundinnen.
Beim Sommernachtsfest im Juni, feierte Bürgermeister EOBI Franz Schneider, am Freitag seinen 60. Geburtstag bei uns im Feuerwehrhaus. Zahlreiche geladene Gäste aus Politik, der Gemeinde, der Bürger, der Feuerwehren des Abschnittes und natürlich unserer Freunde aus Dachau folgten gerne seiner Einladung.
Im Dezember wurde die neu angekaufte Schutzbekleidung: Helme und Einsatzoveralls, an die Mitglieder übergeben, nachdem diese nach den neuen gültigen NÖ-Feuerwehr Richtlinien nicht mehr verwendet werden dürfen.

Am 3. Februar 2018 fand zum ersten mal ein gemeinsamer Feuerwehrball der Feuerwehren Enzesfeld, Hirtenberg und Lindabrunn im Kulturhaus Hirtenberg statt.
Im April konnten an die aktiven Mitglieder die schon im Vorjahr bestellten neuen Einsatzschutzjacken und Einsatzschutzhosen, übergeben werden.
Anfang September mussten die Dienstuniformen auf die neuen blauen Uniformen ausgetauscht werden, da die Frist für die alten grünen Dienstuniformen dafür nach dem NÖ-Landesfeuerwehrgesetz auslaufen wird.
Am Samstag, dem 15. September 2018 feierten unsere Freunde aus unserer Partnerfeuerwehr Dachau, Reimoser Maxi und seine Bettina ein Fest für alle Kameraden und Bekannten aus Lindabrunn, nachdem Ihre Hochzeit eine Woche zuvor in Dachau stattgefunden hatte. Die Segnung fand bei herrlichem Wetter bei der Winzerkapelle statt. Danach ging es gemeinsam, mit dem Brautpaar auf unserem Dodge, ins Feuerwehrhaus Lindabrunn, wo eine große Feier stattfand. Mit dabei waren auch einige Kameraden und Freunde aus Dachau.

Nachdem bei unserem Feuerwehroldtimer Dodge, aus dem Jahre 1941, die Zeit merkbar Ihre Spuren hinterlassen hatte, wurde beschlossen, Ihn einer Generalrestaurierung zu unterziehen. Begonnen im Februar 2018, wurde die Generalrestaurierung im Februar 2019 abgeschlossen.
Diese Restaurierung wurde in 3 Schritten durchgeführt :
Schritt 1 – Restaurierung des Mannschaftsaufbaues und des Hinteren Fahrzeugrahmens : Hier wurde der Aufbau vom Fahrzeug komplett Abgebaut, neu Aufgebaut und neu Lackiert. Der Fahrzeugrahmen wurde einer Rostschutzbehandlung unterzogen.
Schritt 2 – Restaurierung der Fahrerkabine und des vorderen Fahrzeugrahmens : es wurden alle Anbauteile abgebaut, teilweise Sandgestrahlt, einer Rostschutzbehandlung unterzogen und neu Lackiert. Der vordere Fahrzeugrahmen wurde auch Rostschutzbehandelt.
Schritt 3 – Restaurierung des Motors und der Fahrzeugelektrik : Ausbau des Motors, Zerlegung in seine Einzelteile und Überholung des Motorblocks in einer Fachwerkstatt. Zusammenbau des Motors und der ebenfalls überholten Anbauteile des Motors und der Getriebe. Die Fahrzeugelektrik wurde auch noch komplett erneuert.
Diese Generalrestaurierung wurde größtenteils in Eigenregie durchgeführt.

Im März 2019 hatte der Gemeinderat einstimmig beschlossen, ein neues Einsatzfahrzeug Hilfeleistungslöschfahrzeug 2 (HLFA 2) anzuschaffen, da das alte Tanklöschfahrzeug TLFA 2000 bereits 31 Jahre alt war.

Im Jahr 2020 mussten ab Mitte März alle Veranstaltungen und Wettkämpfe wegen der COVID-19 Pandemie abgesagt werden. Dies betraf auch vorübergehend alle Übungstätigkeiten. Die Einsatzbereitschaft konnte jedoch trotzdem voll aufrechterhalten werden.
Am 12. Oktober wurde das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug 2 (HLFA 2) von der Fa. Rosenbauer übergeben und konnte in Dienst gestellt werden.